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Deutscher Bundestag am 18.03.2021 01:25:00

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Zusammenfassung: ... Ein öffentliches Gespräch mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) führt der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe am Mittwoch, 24. März 2021. Die Sitzung unter Leitung von Gyde Jensen (FDP) beginnt um 14 Uhr und dauert eineinhalb Stunden. Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist im Anschluss in der Mediathek des Deutschen Bundestages abrufbar. Die erste Hälfte des Gesprächs ist dem 20-jährigen Bestehen des Instituts und der Stärkung nationaler Menschenrechtsinstitutionen gewidmet. Der Ausschuss begrüßt dazu neben der Direktorin des DIMR, Dr. Beate Rudolf, die Menschenrechtskommissarin des Europarates, Dunja Mijatović, und den Direktor der Europäischen Grundrechteagentur, Michael O’Flaherty. Im Anschluss wird der Jahresbericht des DIMR (19/24970) und der Bericht über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland im Zeitraum von Juli 2019 bis Juni 2021 (19/24971) diskutiert. Jahresbericht des Menschenrechtsinstituts Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention waren zwei Arbeitsschwerpunkte des Deutschen Instituts für Menschenrechte im vergangenen Jahr, wie aus dem Jahresbericht 2019 hervorgeht (19/24970). Weitere Schwerpunkte der Forschungs- und Beratungsarbeit des Instituts lagen bei den Themen kommunale Unterbringung wohnungsloser Menschen sowie die Begleitung der Verhandlungen über ein internationales Abkommen im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte. Der Bericht enthält zudem eine Übersicht zur Jahresrechnung des Instituts: Demnach hatte es 2019 Einnahmen in Höhe von rund 6,01 Millionen Euro, davon rund 3,07 Millionen Euro als Zuwendungen des Bundes, rund 1,27 Millionen Euro aus vermischten Einnahmen sowie rund 1,67 Millionen Euro aus Drittmitteln des Bundes und der Länder. Zu den größeren Ausgabeposten gehörten dem Bericht zufolge „Aufträge Dritter/Drittmittelprojekte Internationale Menschenrechtspolitik“ (0,88 Millionen Euro), „Menschenrechtspolitik Inland/Europa“ (0,57 Millionen Euro) sowie „Aufträge Dritter/Drittmittelprojekte Abteilung Menschenrechtspolitik Inland/Europa“ (0,44 Millionen Euro). Für die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention wurden Ausgaben von 0,38 Millionen Euro getätigt, für die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention 0,44 Millionen Euro und die Verwaltungskosten/Gemeinkosten für das Institut schlugen mit rund 1,15 Millionen Euro zu Buche. Menschenrechtslage in Deutschland Krankheit und Abschiebung ist eines der Schwerpunktthemen des vom DIMR für den Zeitraum Juli 2019 bis Juni 2020 erarbeiteten Berichts (19/24971). „Auch wenn der Umgang mit der Corona-Pandemie zu Recht große politische und öffentliche Aufmerksamkeit genießt, bleiben menschenrechtliche Herausforderungen in anderen Politikfeldern bestehen“, heißt es darin. So dürften erkrankte Menschen in Deutschland nicht abgeschoben werden, wenn sich dadurch ihr Gesundheitszustand gravierend verschlechtere oder ihr Leben gefährde. Jedoch: Eine solche Erkrankung nachzuweisen, sei in erster Linie Aufgabe der betroffenen Personen – und damit eine Pflicht, der diese in vielen Fällen nicht nachkommen könnten, kritisiert das Menschenrechtsinstitut. Grund seien beschleunigte Asylverfahren, mangelnder Zugang zu Informationen, Sprachmittlung und Fachärzte sowie bürokratische oder finanzielle Hürden. „Umso wichtiger ist es, dass auch der Staat gründlich prüft, ob ein sogenanntes krankheitsbedingtes Abschiebungshindernis vorliegt, heißt es weiter im Bericht. „Diskriminierungsfreier Zugang zu beruflicher Bildung“ Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Menschenrechtsinstitut beim Thema berufliche Bildung von behinderten Menschen: Junge Menschen mit Behinderungen sollten – wie alle Jugendlichen – nach Abschluss der Schule die Möglichkeit haben, eine Ausbildung in einem regulären Ausbildungsberuf zu beginnen. Tatsächlich aber absolvierten sie ihre Berufsausbildung mehrheitlich in „Sonderformen“, konstatiert das Menschenrechtsinstitut. Folge sei, dass die Jugendlichen nach einer solchen Ausbildung nicht den Übergang in den regulären Arbeitsmarkt schafften. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichte den Staat, auf diese Situation zu reagieren und einen diskriminierungsfreien Zugang zu beruflicher Bildung für alle Menschen zu gewährleisten, mahnt das Deutsche Institut für Menschenrechte. (sas/10.03.2021) Die Teilnahme an der virtuellen Sitzung kann im Sekretariat des Menschenrechtsausschusses beantragt werden (E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de). ...

Schlagwörter: UN-Behindertenrechtskonvention, Verwaltungskosten/Gemeinkosten, Dritter/Drittmittelprojekte, Menschenrechtsinstitutionen, UN-Kinderrechtskonvention


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